Tracking & Einwilligung
TCF-String behauptet Einwilligungen, bevor der Besucher gewählt hat
Woran du es erkennst
Die IAB-TCF-Schnittstelle (__tcfapi/getTCData) meldet bereits Purpose- und/oder Vendor-Consents als erteilt, obwohl der Besucher noch keine Entscheidung getroffen hat — gemessen in einer frischen Browser-Session ohne gespeicherte Einwilligung, vor jeder Interaktion mit dem Banner.
Warum es zählt
Der TC-String ist die maschinenlesbare Einwilligungsentscheidung für alle downstream angeschlossenen Werbe- und Mess-Dienste. Enthält er Consents, bevor eine Wahl möglich war, ist er von Anfang an falsch positiv: Jeder Empfänger behandelt den Besucher als zugestimmt — eine Einwilligung, die es nie gab. Das ist dasselbe Rechtsproblem wie Tracker, die vor der Einwilligung feuern, nur eine Ebene früher und für alle TCF-Teilnehmer gleichzeitig.
So behebst du es
- Prüfe die CMP-Konfiguration: Vor der Entscheidung des Besuchers müssen alle Purpose- und Vendor-Consents im TC-String auf „nicht einwilligt" stehen (Default: alle false; Legitimate Interest darf davon unberührt bleiben).
- Teste im Inkognito-Fenster mit der Browser-Konsole: __tcfapi("getTCData", 2, cb) direkt nach dem Laden aufrufen — purpose.consents und vendor.consents müssen leer sein, solange nichts angeklickt wurde.
- Prüfe, ob eine voreingestellte Zustimmung (z. B. „alle Zwecke standardmäßig an") in der CMP aktiviert ist, und deaktiviere sie — vorausgewählte Einwilligungen sind seit EuGH Planet49 unzulässig.