Tracking & Einwilligung

Tracker über First-Party-Proxy geladen (CNAME-Cloaking)

Üblicher Schweregrad: mittel · Aufwand: mittel

Woran du es erkennst

Anfragen, die nach eigener Infrastruktur aussehen (eigene Subdomain wie metrics.example.com), laufen per CNAME oder Reverse-Proxy zu einem bekannten Tracking-Anbieter — der Tracker ist als Ressource der eigenen Seite getarnt, um Blocker und Drittanbieter-Cookie-Bremsen zu umgehen.

Warum es zählt

CNAME-Cloaking ändert nichts daran, wer die Daten empfängt: Der Anbieter verarbeitet weiterhin personenbezogene Daten, also gelten dieselben Pflichten für Einwilligung, Auftragsverarbeitung und Datenschutzerklärung — während die Tarnung den Datenfluss für Betroffene, Blocker und oft die eigene Dokumentation unsichtbar macht.

So behebst du es

  1. Löse die verdächtige Subdomain auf (CNAME-Abfrage), um den Anbieter hinter dem Alias zu benennen, und nimm ihn in die Anbieter-Übersicht auf.
  2. Behandle den geproxyten Tracker wie jeden Dritt-Tracker: Einwilligung vor dem Laden, geschlossener Auftragsverarbeitungsvertrag und Nennung in der Datenschutzerklärung.
  3. Dokumentiere die Proxy-Konstruktion intern (Subdomain, Ziel, Zweck), damit sie bei künftigen Prüfungen nicht für eigene Infrastruktur gehalten wird.

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