Tracking & Einwilligung

Cookie-Banner ignoriert die Ablehnung — Tracker feuern trotzdem

Üblicher Schweregrad: hoch · Aufwand: mittel

Woran du es erkennst

Im Consent-Gate-Test wurde aktiv auf „Ablehnen" geklickt — und einwilligungspflichtige Tracker (Werbung, Analyse, Session-Replay) haben danach weiterhin Daten an ihre Server gesendet. Das Banner wirkt damit nur kosmetisch: Es fragt, respektiert die Antwort aber nicht.

Warum es zählt

Das ist ein belegter, schwerwiegender DSGVO-/ePrivacy-Verstoß: Die ausdrückliche Ablehnung des Besuchers wird missachtet. Anders als ein fehlendes Banner ist hier der Wille klar dokumentiert — Behörden und Abmahnungen werten das besonders scharf, und das Vertrauen der Besucher ist beschädigt.

So behebst du es

  1. Binde jedes einwilligungspflichtige Tag strikt an das Consent-Signal der CMP: Bei Ablehnung darf weder das Skript laden noch ein Beacon abgehen — nicht erst nach einem Reload.
  2. Prüfe die CMP-Konfiguration (Cookiebot, OneTrust, Usercentrics, weTrace): Häufig sind Tags im Tag-Manager an „Alle Seiten" statt an einwilligungsabhängige Auslöser gebunden.
  3. Setze bei Google-Diensten Consent Mode v2 mit Voreinstellung „denied" und aktualisiere den Status erst mit der tatsächlichen Wahl des Besuchers.
  4. Teste den Ablehnen-Pfad im Inkognito-Fenster mit offenem Netzwerkprotokoll: Nach dem Klick auf „Ablehnen" dürfen keine Requests an Collect-/Beacon-Endpunkte mehr laufen.

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