Tracking & Einwilligung

Consent Mode: Standard-Einwilligung wird vor der Wahl auf 'granted' gesetzt

Üblicher Schweregrad: hoch · Aufwand: gering

Woran du es erkennst

Im dataLayer steht ein gtag('consent', 'default', …) mit 'granted' für ad_storage und/oder analytics_storage — bevor der Besucher im Banner gewählt hat. Häufig folgt es direkt auf einen korrekten 'denied'-Default und überschreibt ihn.

Warum es zählt

Consent Mode ist dann zwar vorhanden, aber wirkungslos: Google-Tags starten mit Einwilligung (Cookies, Messung, Werbesignale), obwohl niemand zugestimmt hat — auch nach einer gespeicherten Ablehnung beim nächsten Besuch. Für Besucher aus dem EWR ist das eine Verarbeitung ohne Rechtsgrundlage (§ 25 TDDDG, Art. 6/7 DSGVO) und durch die verbreitete Annahme „Consent Mode ist eingerichtet“ besonders leicht zu übersehen.

So behebst du es

  1. Jeden gtag('consent', 'default', …) mit 'granted' für ad_storage, analytics_storage, ad_user_data oder ad_personalization entfernen. Ein zweiter `consent default` überschreibt den ersten — es darf genau EINEN Default geben, und der steht auf 'denied'.
  2. 'granted' ausschließlich per gtag('consent', 'update', …) setzen, und zwar erst nach der Entscheidung des Besuchers (Banner-Klick oder gespeicherte Wahl beim nächsten Besuch).
  3. Quelle suchen: oft setzen das Theme/der Tag-Manager-Container (Consent-Initialisierung) und die CMP je einen eigenen Default, oder ein Plugin trägt einen „granted“-Default nach. Nur eine Quelle behalten.
  4. Kontrolle im Browser (Tag Assistant / Konsole: dataLayer prüfen): Vor der Wahl darf nur ein Default mit allen Signalen auf denied stehen; Google-Requests laufen dann ohne Cookies (gcs=G100).

Zum Nachlesen